Lebensmittelverschwendung: 6 Tipps für Ihr Restaurant
In Frankreich fallen in der Gemeinschaftsverpflegung und der gewerblichen Gastronomie jährlich 1,4 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an; damit stammen 14 % der Lebensmittelverschwendung aus dem gewerblichen Gastronomiebereich. Seit Februar 2016 verpflichtet das Garot-Gesetz Restaurants jedoch dazu, ihre unverkauften Lebensmittel zu verteilen, andernfalls droht eine Geldstrafe von bis zu 0,1 % des Umsatzes.
Neben dem Vertrieb Ihrer Restbestände stellen wir Ihnen sechs konkrete Lösungen vor, mit denen Sie Lebensmittelverschwendung bekämpfen und Ihr Unternehmen umweltfreundlicher gestalten können.
1. Lebensmittelabfälle verteilen
Dies ist die gesetzlich vorgeschriebene Lösung. Die gute Nachricht: Sie ist zudem äußerst einfach umzusetzen. Unternehmer haben mehrere erfolgreiche Initiativen ins Leben gerufen und damit einen neuen Markt für den Umgang mit unverkauften Lebensmitteln erschlossen.
So sind in den letzten Jahren zahlreiche Apps entstanden. „Fresh Me Up“ beispielsweise bietet Geschäftskunden die Möglichkeit, Überbestände von Großhändlern, lokalen Händlern oder sogar direkt von lokalen Erzeugern im Rahmen von Privatverkäufen zu attraktiven Preisen zu erwerben. „Too Good To Go“ und „Phenix“ wiederum bieten an, die Tagesrestbestände (aus Bäckereien, Fast-Food-Restaurants, Supermärkten oder anderen Geschäften) zu reduzierten Preisen an Privatpersonen zu verkaufen.
2. Eine reduzierte Speisekarte mit einer begrenzten Anzahl an Gedecken kombinieren
Das Problem der Lebensmittelverschwendung ist in der Regel auf eine schlechte Lagerverwaltung und eine falsche Einschätzung der täglichen Gästezahl zurückzuführen. Um genau kalkulieren und Verluste begrenzen zu können, besteht eine Lösung darin, die Anzahl der auf der Speisekarte angebotenen Gerichte zu begrenzen (zum Beispiel zwei Vorspeisen, zwei Hauptgerichte und zwei Desserts).
Eine zweite Möglichkeit wäre, die Anzahl der angebotenen Plätze zu begrenzen und ein Online-Reservierungssystem einzurichten, um im Voraus festzustellen, wie viele Gäste maximal in Ihrem Lokal Platz finden.
3. Kurze Wege bevorzugen
Dabei werden die Produkte direkt am Produktionsort verkauft und gekauft. Die Anzahl der Zwischenhändler wird so auf ein Minimum reduziert. Durch die Begrenzung der Zwischenhändler minimieren Sie das Risiko von Transportverlusten (beispielsweise durch eine Unterbrechung der Kühlkette). Ein weiterer Vorteil: So verringern Sie gleichzeitig Ihren durch den Transport verursachten ökologischen Fußabdruck und unterstützen kleine Erzeuger.
4. Einen Hausgarten oder einen Kompost anlegen
Wie wäre es, wenn Sie Ihren Abfall nicht wegwerfen, sondern verwerten würden? Wenn Sie auf dem Land leben, fressen Ihre Hühner, Schweine oder die Ihrer Nachbarn die Reste oder Gemüseschalen gerne. Ansonsten reicht auch ein einfacher Komposthaufen am Ende des Gartens.
Für Stadtbewohner haben zahlreiche Vereine und Organisationen gemeinschaftliche Kompostbehälter eingerichtet, um biologisch abbaubare Abfälle zu sammeln.
5. Seine Produkte weiterverarbeiten
Denken Sie bei der Zusammenstellung Ihrer Speisepläne darüber nach, wie Sie die Rezepte miteinander kombinieren können. Gemüseschalen und Fleischknochen eignen sich hervorragend für die Zubereitung schmackhafter Brühen, Karotten- oder Radieschengrün lässt sich zu köstlichem Pesto verarbeiten, und Gemüsereste können in einen gemischten Salat integriert werden... Seien Sie kreativ!
6. Den Gästen Doggy Bags anbieten
Seit dem 1. Juli 2021 sind Gastronomen verpflichtet, jedem Gast, der die Reste seiner Mahlzeit mitnehmen möchte, wiederverwendbare oder recycelbare Behälter zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie feststellen, dass viele Teller mit Resten in die Küche zurückkommen, zögern Sie nicht, Ihre Kellner anzuweisen, diese Praxis zu fördern und Ihren Gästen am Ende der Mahlzeit eine Doggy Bag anzubieten.
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