Brunch: Welche Weine sollten auf der Karte stehen?
Brunch liegt im Trend, und immer mehr Restaurants nehmen ihn in ihre Speisekarte auf (vor allem sonntags), um ihren Gästen dieses kulinarische Konzept näherzubringen, das aus der Verschmelzung von „Breakfast“ und „Lunch“ entstanden ist. Brunchs verbinden Süßes und Herzhaftes sowie heiße und kalte Getränke wie Tee, Kaffee und Fruchtsäfte. Man denkt daher nicht immer daran, Wein zum Brunch anzubieten, obwohl es schöne Kombinationen gibt und dies dem Ganzen eine etwas festlichere Note verleiht!
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Welche Weine am besten zu Ihrem Brunch passen, hängt zunächst einmal davon ab, welche Art von Brunch Sie in Ihrem Lokal anbieten. Denn obwohl der Brunch ein amerikanisches Konzept ist, hat er sich an die kulinarischen Gewohnheiten der jeweiligen Region angepasst, sodass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, einen Brunch zu gestalten. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Brunch-Varianten mit den passenden Weinempfehlungen vor, damit Sie sich in mindestens einer dieser Situationen wiederfinden.
Der amerikanische Brunch
Wir beginnen mit dem großen Klassiker: dem amerikanischen Brunch mit Pfannkuchen, Rührei, Speck, Würstchen, aber auch Käsekuchen und Muffins. Für einen echten Brunch nach New Yorker Art servieren Sie Eier Benedict: ein pochiertes Ei auf einer Scheibe Speck und einem Muffin, übergossen mit Hollandaise-Sauce.
Wenn Sie diese Art von Brunch servieren:
Wir empfehlen Ihnen einen Rosé aus der Provence oder auch aus dem Languedoc-Roussillon oder aus Bordeaux. Ihre Leichtigkeit und ihre spritzige Note ohne zu viel Tannin passen sehr gut zu Schweinefleisch und Wurstwaren im Allgemeinen. Unser Favorit dazu: „J’ai rendez-vous avec vous“ von der Domaine Rière Cadène.
Eine weitere Möglichkeit ist ein leichter Rotwein, ebenfalls mit sehr wenig Tannin. Wir empfehlen einen Rotwein aus der Loire, aber achten Sie auf die Rebsorte: Ein Côteaux oder ein Pinot Noir ist einem Cabernet Franc vorzuziehen. Unser Favorit dazu: Pinot Noir von JM Biet
Der englische Brunch
Mit seinen herzhaften Frühstücksgerichten funktioniert das Brunch-Konzept auch in England sehr gut, und obwohl es dem amerikanischen Brunch ähnelt, hat es doch seine Besonderheiten: Man findet Rührei mit Speck und Muffins, aber auch englische Spezialitäten wie Scones, Crumpets, weiße Bohnen in Tomatensoße, Porridge und Toast mit Marmelade. Dazu wird englischer Tee serviert, aber auch Wein passt sehr gut, vorausgesetzt, man findet den richtigen und serviert ihn zum richtigen Zeitpunkt.
Wenn Sie diese Art von Brunch servieren:
Unser erster Tipp lautet: Vermeiden Sie Rotweine, insbesondere wenn zum Brunch Tee serviert wird. Im Allgemeinen wird Tee zum eher süßen Teil des Brunchs gereicht, während Wein zum herzhaften Teil angeboten wird.
Zum englischen Brunch passt eher ein Weißwein: ein trockener, fruchtiger Weißwein, der frisch und leicht zu trinken ist. Unser Favorit dazu: „Sables Fauves“ von der Domaine de Laballe.
Für Liebhaber süßer Weine empfiehlt sich auch ein süßerer Wein, der sowohl zum süßen Teil des Brunchs als auch zu Speck und Eiern passt. Unser Favorit dazu: Coteaux du Layon vom Clos des Sables
Der nordische/skandinavische Brunch
Wenn Sie beim Brunch eher auf Fisch und frische Produkte stehen, bieten Sie einen Brunch an, den man als skandinavisch bezeichnen könnte. Auf der Speisekarte stehen vor allem geräucherter Fisch (Lachs, Thunfisch, Hering), Fischrogen und Tarama, dazu Blinis, Rohkost und frisches Gemüse.
Wenn Sie diese Art von Brunch servieren:
Zu Fisch und Meeresfrüchten passen vor allem trockene, mineralische Weißweine wie die Sauvignon-Weine aus der Loire der Appellationen Sancerre und Pouilly-Fumé. Aus diesen beiden Appellationen empfehlen wir Ihnen die Cuvées von JM Berthier.
Wir empfehlen Ihnen außerdem trockene Weißweine aus dem Elsass (Achtung, nur trockene Weißweine): vorzugsweise Riesling oder Sylvaner. Unser Favorit dazu: der Riesling von Rieflé Landmann
Brunch nach französischer Art
Auch auf französische Art lässt sich ein Brunch hervorragend gestalten: Dazu gehören leckeres Gebäck, Quark mit frischen Früchten oder Marmelade, belegte Brote sowie pochierte Eier oder weichgekochte Eier. Dazu passen auch Crêpes sowie eine schöne Käseplatte, bevor man den Brunch mit einem Apfelkuchen und einer großen Kugel Vanilleeis abrundet.
Wenn Sie diese Art von Brunch servieren:
Jetzt ist es an der Zeit, einen Sekt anzubieten! Wir empfehlen dazu alle Backwaren und süßen Köstlichkeiten aus der Champagne, wobei unser Favorit der Brut Réserve von Champagne Marteaux ist.
Als Alternative zum Champagner ist der Blanquette de Limoux, ein Schaumwein aus dem Roussillon, ebenfalls eine hervorragende Wahl: Der Blanquette de Limoux nach traditioneller Methodevon Antech Limoux weist buttrige Noten sowie Anklänge von Mandeln und Haselnüssen auf, die auf seine Reifung im Fass zurückzuführen sind und sehr gut zu Gebäck passen.
Brunch nach italienischer Art
Auch hier gilt: Auch wenn der Brunch nicht mediterranen Ursprungs ist, gibt es genügend Möglichkeiten, italienische Spezialitäten in einen Brunch zu integrieren, der alle Liebhaber dieser Küche zufriedenstellen wird. Dazu gehören weichgekochte Eier, Bruschetta mit Parmaschinken, Mozzarella, Oliven, geräuchertem Scamorza, Focaccia, gekochter Schinken mit Kräutern und als süße Note Panna Cotta oder Tiramisu.
Wenn Sie diese Art von Brunch servieren:
Diesmal entscheiden wir uns für einen leichten Rotwein mit etwas Charakter. Wurstwaren passen sehr gut zu dieser Art von Weinen, wobei man Weine mit zu viel Tannin vermeiden sollte. Wir beginnen also mit einem Beaujolais, wobei unser Favorit der „Côtes de Py“ von der Domaine de la Bonne Tonne ist.
Man kann sich auch für einen Bordeaux vom rechten Ufer entscheiden, wie beispielsweise einen Côte de Bordeaux, einen Côtes de Blaye oder einen Côtes de Bourg. Unser Favorit: das Château Fleur Lamothe.
Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, können Sie auch einen italienischen Wein anbieten, zum Beispiel einen Rotwein aus Sizilien.
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