Alkoholfreie Weine und entalkoholisierte Weine: Wie lassen sie sich in die Weinkarte integrieren?

Das Konsumverhalten verändert sich. Ob Kunden, die ihren Alkoholkonsum einschränken, diejenigen, die am „Dry January“ teilnehmen, Schwangere, Autofahrer oder einfach nur Verbraucher auf der Suche nach Alternativen – die Nachfrage nach alkoholfreien Getränken steigt stetig an. Heutzutage ist ein alkoholfreies Angebot nicht mehr nur ein zusätzlicher Service, sondern eine echte geschäftliche Chance für Gastronomen. Sowohl gehobene Gastronomiebetriebe als auch Restaurants für den täglichen Bedarf entwickeln nun alkoholfreie Speisen- und Getränkekombinationen, um dieser neuen Nachfrage gerecht zu werden. 

Aber wie lässt sich diese Auswahl in die Speisekarte integrieren, ohne deren Charakter zu verfälschen? Welche Produkte soll man auswählen? Wie präsentiert und verkauft man sie? 

Hier ist unser praktischer Leitfaden. 

Alkoholfreier Wein oder entalkoholisierter Wein: Was ist der Unterschied? 

Zunächst einmal ist es wichtig, zwei Kategorien zu unterscheiden, die oft miteinander verwechselt werden. 

Alkoholfreie Weine 

Alkoholfreier Wein ist in erster Linie ein traditioneller Wein. Er wird auf klassische Weise gekeltert, bevor ihm der Alkohol mithilfe verschiedener technischer Verfahren (Vakuumverdampfung, Umkehrosmose, Niedertemperaturdestillation usw.) entzogen wird. 

Das Ziel besteht darin, die Aromen und die Struktur des ursprünglichen Weins so weit wie möglich zu bewahren und gleichzeitig seinen Alkoholgehalt zu senken. 

Alkoholfreie Getränke, die vom Wein inspiriert sind 

Diese Getränke werden ohne alkoholische Gärung oder aus Most, Aufgüssen, Traubensaft und aromatischen Pflanzen hergestellt. Sie zielen nicht unbedingt darauf ab, Wein originalgetreu nachzubilden, sondern bieten ein anderes, oft kreativeres Geschmackserlebnis. Diese Kategorie verzeichnet bei den Herstellern und in der gehobenen Gastronomie ein starkes Wachstum. 

Für einen Gastronom können sich beide Ansätze ergänzen. 

Warum sollte man ein alkoholfreies Angebot in die Speisekarte aufnehmen? 

Den neuen Erwartungen der Verbraucher gerecht werden 

Die Konsumgewohnheiten ändern sich rasch. Immer mehr Gäste möchten ihren Alkoholkonsum reduzieren, ohne dabei auf ein umfassendes gastronomisches Erlebnis verzichten zu müssen. 

Eine Karte, die ausschließlich Wasser, Limonaden oder Fruchtsäfte anbietet, könnte angesichts dieser steigenden Nachfrage heute etwas begrenzt wirken. 

Den durchschnittlichen Warenkorbwert steigern 

Mit Premium-alkoholfreien Getränken lassen sich hochwertige Speisen- und Getränkekombinationen kreieren, deren Verkaufspreise deutlich über denen herkömmlicher Erfrischungsgetränke liegen. 

Genau wie beim Wein ist der Kunde bereit, mehr zu bezahlen, wenn er erkennt, dass echte Sorgfalt bei der Auswahl und ein Geschmackserlebnis dahinterstehen. 

Sich von der Konkurrenz abheben 

Eine stimmige Auswahl an alkoholfreien Weinen oder vom Wein inspirierten Getränken kann zu einem echten Alleinstellungsmerkmal Ihres Hauses werden. 

Genau wie die Weine von Winzerbetrieben erzählen diese Weine oft eine Geschichte, zeugen von handwerklichem Vorgehen und Know-how, die die Diskussion im Verkostungsraum bereichern. 

Wie stellt man sein alkoholfreies Angebot zusammen? 

Einfach loslegen 

Es ist nicht nötig, von Anfang an zu viele Verweise anzugeben. 

Zwei bis vier gut ausgewählte Referenzen reichen oft aus: 

  • Ein alkoholfreier Weißwein
  • Ein alkoholfreier Rotwein
  • Ein spritziger Jahrgang
  • Eine originellere Variante (Kräutertee, Traubenschaumwein, Kräutermischung) 

Das Ziel ist es, die wichtigsten Verzehrzeitpunkte abzudecken. 

An die Kombination von Speisen und Getränken denken 

Genau wie beim Wein kommt es auch hier entscheidend auf die richtige Kombination an. 

Einige Beispiele: 

  • Alkoholfreie Weißweine passen gut zu Fisch, Meeresfrüchten und Salaten.
  • Schaumweine passen natürlich hervorragend zum Aperitif.
  • Alkoholfreie Rotweine passen gut zu bestimmten weißen Fleischsorten oder vegetarischen Gerichten.
  • Getränke auf Traubenbasis und Kräutertees passen besonders gut zu Degustationsmenüs. 

Die Schulung der Teams in Bezug auf diese Zusammenhänge erleichtert die Beratung im Verkaufsraum erheblich. 

Das Angebot auf der Karte hervorheben 

Ein häufiger Fehler besteht darin, die alkoholfreien Getränke ganz unten auf der Speisekarte unterzubringen. 

Richten Sie stattdessen eine eigene Rubrik ein: „Alkoholfreie Weine und gastronomische Alternativen“. 

Diese Hervorhebung erhöht die Sichtbarkeit des Angebots erheblich und fördert den Absatz. 

Wie legt man den Preis für seine alkoholfreien Weine fest? 

Der Preis darf nicht ausschließlich auf der Grundlage des fehlenden Alkohols berechnet werden. 

Diese Produkte erfordern oft komplexe technische Verfahren, eine sorgfältige Auswahl der Rohstoffe und echte kreative Arbeit. 

Genau wie bei einer klassischen Weinkarte ist die Übereinstimmung mit der Positionierung Ihres Restaurants von entscheidender Bedeutung. 

Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten, lesen Sie auch unseren Leitfaden: Wie legt man den Verkaufspreis für seine Weine fest?

Wie können Sie Ihren Kunden alkoholfreie Weine präsentieren? 

Der verwendete Wortschatz spielt eine entscheidende Rolle. 

Vermeiden Sie es, diese Referenzen als bloße „Standardalternative“ darzustellen. 

Wählen Sie lieber einen wertschätzenden Ansatz: 

  • „Unsere Auswahl an alkoholfreien Weinen“
  • „Unsere alkoholfreien Getränke“
  • „Unser alkoholfreies Verkostungsangebot“ 

Das Ziel ist es, diese Getränke zu einer echten Genusswahl zu machen und nicht zu einem Ersatz. 

Unsere Auswahl an alkoholfreien Weinen für Gastronomen 

Bei Les Grappes Pro wählen wir Weine aus, die ihren Platz auf einer anspruchsvollen Restaurantkarte finden.DEntdecken Sie unsere Auswahl an alkoholfreien Weinen für Gewerbetreibende.

Dort finden Sie alkoholfreie Weine, die speziell für die Gastronomie entwickelt wurden, sich leicht in Ihr Angebot integrieren lassen und zu verschiedenen Küchenstilen passen. 

Zusammenfassend 

Die Einbindung von alkoholfreien Weinen und entalkoholisierten Getränken ist längst kein Randphänomen mehr. 

Es handelt sich um eine nachhaltige Veränderung der Verbrauchererwartungen, die den Gastronomen neue Möglichkeiten eröffnet: 

  • erweitern ihren Kundenstamm zu erweitern
  • ausbauen den durchschnittlichen Warenkorbwert
  • vorschlagen originelle Arrangements
  • modernisieren ihre Getränkekarte

Wie beim traditionellen Wein hängt der Erfolg vor allem von einer stimmigen Auswahl, einer guten Präsentation auf der Speisekarte und der Fähigkeit des Teams ab, die Produkte ansprechend zu präsentieren. 

Weiterführende Informationen 

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